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Tastaturschreiben

Vom Maschinenschreiben zum Tastaturschreiben

Die Schreibmaschine hat sich im letzten Jahrhundert vom mechanischen zum elektrischen und schliesslich zum elektronischen Schreibgerät entwickelt. In den letzten Jahren ist die Schreibmaschine durch den Computer abgelöst worden.

Was sicher bleiben wird, ist das Schreiben auf einer Tastatur und somit auch der Wunsch und das Bedürfnis, eine Tastatur rationell, also nach der Tastschreibmethode bedienen zu können.

Die Ausbildung für Detailhandelsfachleute und DetailhandelsassistentInnen kennt das Fach Tastaturschreiben leider nicht mehr. Die Schülerinnen und Schüler müssen das Tastschreiben bereits beherrschen und sich also vor Beginn der Lehre diese Kenntnisse aneignen. Verschiedene Volks- und Privatschulen bieten entsprechende Kurse an – selbstverständlich auch das Weiterbildungszentrum der WirtschaftsSchule Thun.

 

 


Welche Voraussetzungen müssen Sie zu Beginn der Lehre erfüllen?

Mit einer Abschrift von fortlaufendem Text erfolgt vor den Herbstferien eine Standortbestimmung; diese ist nicht notenwirksam. Sie sollten 600 Anschläge in 10 Minuten bei höchstens 4 Fehlern erreichen; Korrekturen sind erlaubt.

Sie erhalten mit der korrigierten Abschrift das Formular «Standortbestimmung»; folgen Sie den Empfehlungen Ihrer Lehrkraft. Wenn das Resultat nicht genügend ist, muss der Stoff selbstständig aufgearbeitet werden (z. B. Besuch WST-Kurs WTA 010A oder WTA 010B Tastaturschreiben ab Oktober bis Januar, Leitung Doris Brönnimann)

Im März erfolgt eine bewertete Abschrift: verlangt werden 700 Anschläge in 10 Minuten, die Notenskala finden Sie hier.


 

Wie trainieren?

An der WirtschaftsSchule Thun wird das Lehrmittel Tastaturschreiben von Beat Hinnen, Rosa Müller-Nietlispach und Christine Bussinger-Sgier eingesetzt. Dieses ist im Verlag SKV erschienen.

 

Das Buch und das Multimedia-Lernprogramm lehren die Methode des Zehnfingertastschreibens und vermitteln eine perfekte Schreibtechnik.

Beachten Sie die Hinweise zu Arbeitshaltung, Griff- und Anschlagstechnik. Arbeiten Sie ernsthaft, nur so gewinnen Sie Sicherheit und schreiben bald geläufiger.

Die Übungen im Buch liefern Ihnen auch Anhaltspunkte über die Ursache und die Bekämpfung der verschiedenen Fehlerarten. Unregelmässig auftretende Fehlanschläge sind eigentliche Konzentrationsfehler; diese können Sie mit langsamem, buchstabierendem Schreiben vermeiden.

Bei Fehlern, die sich regelmässig wiederholen, liegt eine ungenaue Grifftechnik zugrunde. Verfehlen Sie immer wieder einen bestimmten Buchstaben, sollten Sie die entsprechende Vorübung und die folgenden Übungen wiederholen.

 

Das Erlernen des Tastschreibens ist kein Game

Fortschritte überall - in der Schulstube, bei den Lieferanten, bei Swisscom, Apple, in den Verbänden usw. usw. Und viele Schülerinnen und Schüler schreiben auf der Tastatur immer noch mit zwei bis vier Fingern. Rasch und effizient gilt nur für Leitungen, Bildschirmaufbau und Internet. Wann erkennen die Verantwortlichen endlich, dass jeder Computerbenützer nur mit einer rationellen Schreibtechnik einigermassen vernünftig rasch und effizient arbeiten kann?

Darum hier der Aufruf an alle, die Verantwortung übernehmen und etwas zu sagen haben: veranlasst endlich, dass unser Kids im geeigneten Alter fehlerfrei, flüssig und technisch korrekt Tastaturschreiben lernen. Der Aufwand ist im Verhältnis zum Nutzen sehr gering. Aber es braucht gut ausgebildete Lehrkräfte, Wille, Ausdauer und Fleiss.

Aber bitte denkt daran: kein noch so intelligenter Computer kann die Lehrpersonen ersetzen. Es ist auch nicht möglich Tastaturschreiben als Game zu laden und die Kids einfach üben zu lassen.

Fredi Schenk